Rolle klären, Erstgespräch führen, Tagesdoku schreiben, Zwischenbilanz ziehen.
Schulbegleitung ist eine Leistung der Eingliederungshilfe. Der Hilfeplan legt fest, was du tust und was nicht. Du handelst im Rahmen des bewilligten Plans. Kommt eine Aufgabe von außen, die nicht darin steht, fragst du die Teamkoordination (TK), bevor du handelst.
Plane außerdem Verlängerungen früh. Die Karte M1-01 nennt dafür mindestens acht Wochen Vorlauf. Welche Fristen bei euch gelten, sagt dir dein Träger.
Die ersten vier Wochen entscheiden viel. Im Erstgespräch mit der Lehrkraft klärst du:
Was weiß ich über das Kind, und was weiß die Lehrkraft, was ich noch nicht weiß? Wie verständigen wir uns im Unterricht (Blickkontakt, Signal, Zettel)? Wann tauschen wir uns aus (5 Minuten pro Woche, Termin festlegen)? Wie gehen wir mit Meinungsverschiedenheiten um, direkt und nicht über das Kind?
Woche 1: Beobachten und Ankommen. Du lernst Klasse, Kind und Lehrkraft kennen. Wenig Erwartungen, viel Spielraum.
Die Tagesdoku ist das wichtigste Instrument im Alltag. Sie ist kurz, sachlich und zeitnah, kein Tagebuch und kein Stimmungsbericht.
Gehört hinein: die Barometer-Farbe des Tages, eingesetzte Werkzeuge, relevante Situationen, kurze Rückmeldungen des Kindes, Besonderheiten bei der Übergabe. Gehört nicht hinein: Vermutungen und Interpretationen, Diagnosen oder medizinische Einschätzungen, Bewertungen von Verhalten, private Details aus der Familie.
Fülle sie möglichst noch am selben Tag aus. Eine rückwirkende Rekonstruktion ist fehleranfällig und nicht zulässig. Statt Namen nutzt du das Kürzel des Kindes.
Woche 2, erstes Feedback-Gespräch: Was fällt dir auf, was beobachtet die Lehrkraft? Erste Absprachen werden konkreter.
Woche 3, Routine einüben: Signale, Übergaben und Zuständigkeiten werden zur Gewohnheit.
Woche 4, Zwischenbilanz: Was läuft gut, was braucht Anpassung? Bei Bedarf beziehst du den Träger ein.
Eine stabile Arbeitsbeziehung zwischen Lehrkraft und Schulbegleitung ist die beste Grundlage für das Kind. Bleib freundlich, sachlich und konkret.
Deine Reflexionen werden nicht gespeichert oder übertragen. Nur dein Lernfortschritt bleibt auf diesem Gerät.