Rolle klären, klar sprechen, Sprachbarrieren überbrücken, schwierige Momente meistern.
Klare Rollen schützen alle. Zu deinen Aufgaben als Schulbegleitung gehört es, das Kind im Alltag zu begleiten, zu beobachten und sachlich zu dokumentieren und mit Lehrkraft und TK zu kommunizieren. Selbstständige Elterngespräche führst du nicht, und du beurteilst keine Noten (Karte M1-02).
Heißt das, du sprichst nie mit Eltern? Nein. Beim Abholen oder an der Tür grüßt du freundlich. Für alles Inhaltliche legst du vorher im Tandem mit der Lehrkraft fest, worüber du sprichst (zum Beispiel Alltag und Regulation) und worüber nicht (Leistung und Noten). Bei Unklarheit fragst du die TK.
Ich-Botschaften sprechen über dich, nicht über den anderen. Sie vermeiden Vorwürfe und öffnen Gespräche. Die Formel: „Ich fühle / merke / brauche … wenn … weil …“.
Statt „Sie sagen mir nie Bescheid“ klingt eine Ich-Botschaft so: „Ich merke, dass ich unsicher bin, wenn ich vom Termin erst spät erfahre, weil ich dann die Übergabe nicht vorbereiten kann.“
Sprich in kurzen, klaren Sätzen. Beschreibe, was du beobachtet hast, statt zu bewerten.
Viele Familien sprechen zuhause eine andere Sprache. Einfache Sprache hilft allen. Kurze Sätze, bildhafte Worte, langsam sprechen, Pausen einbauen, nachfragen, ob es angekommen ist, Gesten und Mimik nutzen.
Die Eltern-Mitteilungskarten sind kurze Nachrichten mit Symbolen auf Deutsch und Englisch, mit einer Zeile für eine weitere Sprache. Du trägst die Übersetzung am besten mit Hilfe von Sprachmittlung, Kolleg:innen oder Eltern ein. Wichtig: Die Symbole ersetzen kein Gespräch. Bei wichtigen Themen (Förderung, Kinderschutz, Schullaufbahn) vereinbarst du ein Gespräch mit Sprachmittlung. Automatische Übersetzungen lässt du vor dem Einsatz von jemandem prüfen, der die Sprache spricht.
Manchmal sind Eltern wütend, verzweifelt oder fordernd. Bleib ruhig, höre zu, sprich in Ich-Botschaften und führe das Gespräch nicht zwischen Tür und Angel. Verweise auf ein Gespräch mit der Lehrkraft und informiere die TK, wenn Vorwürfe oder Konflikte anhalten.
Datenschutz: Du arbeitest mit Kürzeln statt Namen und gibst keine Informationen über andere Kinder weiter. Dein Tagesjournal ist Grundlage für Gespräche der Lehrkraft, nicht für eigene Auskünfte an Eltern.
Nach schwierigen Begegnungen schreibst du kurz und sachlich auf, was gesagt wurde (Datum, Situation, Wortlaut so nah wie möglich), und gibst es an die Lehrkraft und die TK.
Deine Reflexionen werden nicht gespeichert oder übertragen. Nur dein Lernfortschritt bleibt auf diesem Gerät.