Mobbing ist ein Gruppenprozess. Wer nur Täter und Opfer sieht, versteht das System nicht.
Die Rollen im Mobbing-System
- Täter: initiieren und führen das Mobbing an
- Mitläufer: machen mit ohne selbst zu initiieren
- Unterstützer: lachen, schauen zu, geben Anerkennung
- Aussenstehende: beobachten ohne einzugreifen
- Verteidiger: seltene Kinder die eingreifen oder das Opfer unterstützen
- Opfer: Ziel der Gruppe
Was das für INGRA bedeutet
- Das begleitete Kind kann jede dieser Rollen innehaben
- Intervention nur auf Gruppenebene verändert Mobbing nachhaltig
- Einzelgespräche ohne Systemblick reichen nicht
- Beobachten und sachlich dokumentieren wer welche Rolle einnimmt
Wichtig
Aussenstehende sind nicht unschuldig. Wer zuschaut und schweigt, macht Mobbing möglich. Verteidiger-Verhalten gezielt stärken.Salmivalli et al. (1996). Bullying as a group process. Aggressive Behavior.
📥 Materialien zum Download
→ Mini-Krisenkarte „Was tun bei Mobbing?"→ Brainy-Geschichtenkarten (30 Karten)
Brainy erinnert: Mobbing verändert sich nur wenn die Gruppe sich verändert, nicht nur der Täter.