Alles was Sie über die Schulbegleitung Ihres Kindes wissen müssen — klar erklärt, mit praktischen Tipps für zuhause.
INGRA — die Schulbegleitperson — ist speziell für Ihr Kind da. Die Begleitung wird vom Kostenträger (Jugendamt oder Sozialamt) bewilligt und erfolgt auf Grundlage des Hilfeplans. INGRA ist den ganzen Schultag oder in Teilen davon bei Ihrem Kind.
Die klare Rollenabgrenzung schützt Ihr Kind, INGRA und Sie als Familie. INGRA ist keine Therapeutin, keine Lehrerin und kein Elternersatz.
Das Barometer ist das zentrale Werkzeug von KLARTEXT. Es zeigt den inneren Zustand Ihres Kindes — ohne Worte. Kinder die keine Worte für ihre Gefühle haben, können einfach auf eine Farbe zeigen.
Sie können das Barometer auch zuhause einführen — als gemeinsame Sprache zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Das erleichtert die Kommunikation und gibt Ihrem Kind ein Werkzeug das es auch in der Schule kennt.
Für Kinder mit besonderem Förderbedarf sind Wechsel zwischen verschiedenen Situationen oft besonders anspruchsvoll. Das Gehirn braucht Zeit sich umzustellen — von sicher zu unbekannt, von zuhause zu Schule, von Ferien zu Alltag. Diese Wechsel kosten viel Energie.
Was hilft: Vorhersehbarkeit und Rituale. Wenn ein Kind weiß was als nächstes kommt, muss es die Energie nicht für Unsicherheit aufwenden.
Große Übergänge wie Schulwechsel oder Ferienstart brauchen besondere Vorbereitung. Sprechen Sie frühzeitig mit INGRA und der Teamkoordination — gemeinsame Planung macht den Wechsel leichter.
Im Schulbegleitungssystem gibt es klare Zuständigkeiten. Es ist wichtig dass Sie wissen wen Sie wann anrufen.
Tragen Sie hier Ihre wichtigsten Kontakte ein — dann haben Sie alles auf einen Blick. Sie können diese Seite ausdrucken.
Der Hilfeplan ist die rechtliche Grundlage für die Schulbegleitung Ihres Kindes. Er wird gemeinsam mit Ihnen, Ihrem Kind (wenn möglich), der Schule und dem Kostenträger erstellt.
Hilfeplangespräche können einschüchternd wirken wenn viele Fachleute am Tisch sitzen. Diese Vorbereitung hilft:
Kinder mit besonderem Förderbedarf brauchen Struktur nicht weil sie weniger intelligent sind — sondern weil ihr Nervensystem Vorhersehbarkeit als Sicherheit erlebt. Struktur reduziert Angst und gibt Energie frei für Lernen und Spielen.
Sie können Ihr Kind nur gut begleiten wenn es Ihnen selbst gut geht. Das ist kein Luxus — das ist Voraussetzung. Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf tragen besonders viel. Das darf anerkannt werden.