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KLARTEXT · Modul 2 · Kinder verstehen
MODUL 2 · M2-40

Hörbehinderung & Gehörlosigkeit — Grundlagen

Was INGRA über Hören und Nicht-Hören wissen muss

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Formen & Spektrum
  • Schwerhörigkeit: Hören eingeschränkt, mit Hörgeräten teilweise kompensierbar
  • Gehörlosigkeit: kein funktionelles Hörvermögen — auch mit Hörhilfen keine Sprache verstehbar
  • Cochlea-Implantat (CI): operative Hörprothese — kein normales Hören, aber Klangerfahrung
  • Einseitige Taubheit: Richtungshören und Lärm problematisch
  • Gehörlosigkeit ist keine Krankheit — sie ist eine Sinneserfahrung mit eigener Sprache und Kultur
Deutsche Gebärdensprache (DGS)
  • DGS ist eine vollständige eigene Sprache — nicht Deutsch mit Händen
  • Eigene Grammatik, Dialekte, Ausdrucksfülle — gleichwertig mit Lautsprache
  • Viele gehörlose Kinder haben hörende Eltern: DGS manchmal erst in der Schule
  • Lautsprache ist für gehörlose Kinder eine Fremdsprache — auch Schriftdeutsch
  • INGRA muss keine DGS können — aber Grundverständnis und Respekt zeigen
Häufige Missverständnisse
✗ Stell dein Hörgerät lauter! oder Du bist doch nicht taub!
✓ Wie kann ich mich am besten mit dir verständigen?
Was im Schulalltag wichtig ist
  • Lärm ist das größte Problem: Hörgeräte verstärken alles — auch Stühlerücken
  • Vibration: tiefe Töne und Klopfen werden oft gefühlt statt gehört
  • Hintergrundgeräusche machen Sprachverstehen extrem anstrengend
  • Hörerschöpfung: mehr Müdigkeit als bei hörenden Kindern — Pausen einplanen
Brainy
Brainy erinnert: Gehörlosigkeit ist keine defekte Version des Hörens. Es ist eine andere Art, die Welt zu erleben.
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