Zurück Dashboard ⬅ Logout
M-02
Karte 35

Sexueller Missbrauch – Grundlagen

Wahrnehmen, dokumentieren, melden — nicht allein entscheiden.
Was ist sexueller Missbrauch?
  • Jede sexuelle Handlung an oder vor einem Kind gegen dessen Willen oder ohne sein Verständnis
  • Auch ohne Körperkontakt möglich: Zeigen von Bildern, verbale Übergriffe, Exhibitionismus
  • Täter sind meist aus dem sozialen Nahfeld — Familie, Bekannte, Vertrauenspersonen
  • Kinder können sich oft nicht schützen: durch Abhängigkeit, Verwirrung, Drohung oder Schuldgefühle
Wichtig
INGRA muss keinen Missbrauch beweisen oder diagnostizieren. Die Aufgabe: wahrnehmen, dokumentieren, melden.
Mögliche Warnsignale
  • Plötzliche Verhaltensveränderungen: Rückzug, Aggressivität, Erschöpfung
  • Altersuntypisch sexualisiertes Verhalten, Sprache oder Zeichnungen
  • Angst vor bestimmten Personen oder Situationen
  • Körperliche Anzeichen: Verletzungen, Schlafstörungen, Einnässen
  • Andeutungen oder direkte Aussagen des Kindes
Was INGRA NICHT tun darf
  • Das Kind ausführlich befragen oder zum Reden drängen
  • Versprechen: „Ich behalte das für mich"
  • Eltern oder Verdächtige direkt ansprechen
  • Allein handeln ohne Rücksprache mit der TK
Brainy
Brainy erinnert: Wahrnehmen reicht. Ich muss nicht sicher sein — ich muss weitergeben.
🧰