Wahrnehmen, dokumentieren, melden — nicht allein entscheiden.
Was ist sexueller Missbrauch?
- Jede sexuelle Handlung an oder vor einem Kind gegen dessen Willen oder ohne sein Verständnis
- Auch ohne Körperkontakt möglich: Zeigen von Bildern, verbale Übergriffe, Exhibitionismus
- Täter sind meist aus dem sozialen Nahfeld — Familie, Bekannte, Vertrauenspersonen
- Kinder können sich oft nicht schützen: durch Abhängigkeit, Verwirrung, Drohung oder Schuldgefühle
Wichtig
INGRA muss keinen Missbrauch beweisen oder diagnostizieren. Die Aufgabe: wahrnehmen, dokumentieren, melden.
Mögliche Warnsignale
- Plötzliche Verhaltensveränderungen: Rückzug, Aggressivität, Erschöpfung
- Altersuntypisch sexualisiertes Verhalten, Sprache oder Zeichnungen
- Angst vor bestimmten Personen oder Situationen
- Körperliche Anzeichen: Verletzungen, Schlafstörungen, Einnässen
- Andeutungen oder direkte Aussagen des Kindes
Was INGRA NICHT tun darf
- Das Kind ausführlich befragen oder zum Reden drängen
- Versprechen: „Ich behalte das für mich"
- Eltern oder Verdächtige direkt ansprechen
- Allein handeln ohne Rücksprache mit der TK
Brainy erinnert:
Wahrnehmen reicht. Ich muss nicht sicher sein — ich muss weitergeben.