Was tue ich, wenn ein Kind sich anvertraut? Schritt für Schritt.
Wenn ein Kind sich anvertraut
- Ruhig bleiben — keine sichtbare Erschütterung zeigen
- Zuhören ohne nachzufragen oder zu kommentieren
- Dem Kind glauben: „Ich nehme das ernst, was du mir sagst."
- Kein Versprechen der Verschwiegenheit geben
- So bald wie möglich wörtlich dokumentieren
Sofort-Schritte nach einer Mitteilung
- 1. Dokumentieren — wörtliche Aussagen, Kontext, Datum
- 2. Teamkoordination (TK) informieren — noch am selben Tag
- 3. TK koordiniert weiteres Vorgehen (Jugendamt, § 8a)
- 4. Keine Kontaktaufnahme mit Verdächtigen oder Eltern
§ 8a SGB VIII — Schutzauftrag
Bei gewichtigen Anhaltspunkten auf Kindeswohlgefährdung ist der Träger verpflichtet zu handeln. INGRA ist Teil dieser Meldekette — nicht deren Ende.
Dokumentation — was hinein gehört
- Datum und Uhrzeit der Beobachtung oder Mitteilung
- Wörtliche Aussagen des Kindes in Anführungszeichen
- Eigene Beobachtungen (Verhalten, Körpersprache, Kontext)
- Keine Interpretationen oder Schlussfolgerungen
Brainy erinnert:
Nicht allein entscheiden. Immer weitergeben. Die TK ist mein nächster Schritt.