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KLARTEXT · Modul 2 · Kinder verstehen
MODUL 2 · M2-38

Sehbehinderung & Blindheit — Grundlagen

Was INGRA über das Sehen und Nicht-Sehen wissen muss

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Formen & Spektrum
  • Sehbehinderung: Sehschärfe stark eingeschränkt, aber noch vorhanden
  • Blindheit: kein oder kaum Lichteindruck — selten vollständige Dunkelheit
  • Ursachen: Frühgeburt, Glaukom, Netzhauterkrankungen, Tumoren, Hirnschädigungen
  • Viele Kinder mit Sehbehinderung sehen mehr als erwartet — nie unterschätzen
  • Orientierungssehen, Leseabstand und Kontrastwahrnehmung sind oft unterschiedlich
Was das für den Schulalltag bedeutet
  • Seherschöpfung: intensives Sehen kostet Kraft — nach Seharbeit Pausen einplanen
  • Lichtempfindlichkeit: grelles Licht oder schlechte Beleuchtung kann belasten
  • Räumliche Orientierung: unbekannte Räume, Treppen — mehr Zeit einplanen
  • Soziale Wahrnehmung: Mimik, Gesten, Tafelbilder oft nicht wahrnehmbar
  • Hilfsmittel: Lupe, Vergrößerungssoftware, Braille, Langstock, Blindenführhund
Häufige Missverständnisse
✗ Du siehst ja noch was — minimiert die echte Einschränkung
✓ Ich erkläre dir was ich meine — was kannst du davon erkennen?
Was INGRA wissen muss
  • Orientierung geben: 'Die Tür ist links, ca. 2 Schritte'
  • Nie einfach am Arm ziehen — immer fragen: 'Darf ich dich begleiten?'
  • Gegenstände immer zurücklegen wo sie waren — Ordnung ist Orientierung
  • Ankündigen bevor du den Raum betrittst oder verlässt
⚠️ Nie den Langstock oder Blindenführhund anfassen ohne Erlaubnis. Der Hund ist Arbeitstier, kein Haustier.
Brainy
Brainy erinnert: Ein Kind mit Sehbehinderung sieht die Welt anders — nicht weniger. Frag es wie, nicht ob.
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