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LK
Karte 15

Elterngespräche mit migrantischen Familien

Erwartungen klären · Dolmetscher · Kulturell sensibel — aus Lehrkraft-Perspektive.
Häufige Missverständnisse
Was ich wahrnehme …
  • Eltern kommen nicht zu Terminen
  • Schweigen im Gespräch
  • Keine Hausaufgaben-Hilfe
  • Ablehnung von Förderangeboten
  • Vater spricht, Mutter schweigt
… was es bedeuten kann
  • Schicht, Sprache, kein Vertrauen
  • Respekt, Unsicherheit, Angst
  • Eigene Sprachbarriere
  • Scham, Tabu, Unkenntnis
  • Kulturelle Rollenverteilung
Dolmetscher — wann und wie
  • Bei wichtigen Gesprächen: professionelle Dolmetscherin — nicht das Kind, nicht Geschwister
  • Schulsozialdienst kennt oft lokale Dolmetscherangebote — einmalig recherchieren
  • Für kurze Infos: DeepL / Google Translate als Überbrückung — Fachbegriffe immer prüfen
Gespräch kultursensibel führen
  • Begrüßungszeit einplanen — Smalltalk ist Vertrauensaufbau, kein Zeitverlust
  • Augenkontakt nicht erzwingen — kann Respektlosigkeit bedeuten
  • Kritik immer sachbezogen und privat — öffentliche Kritik verhindert Kooperation
  • Sofortentscheidungen nicht verlangen — Familienberatung kann nötig sein
ForschungshinweisGogolin (2008): Schule kommuniziert in einem „monolingualem Habitus" — als ob Einsprachigkeit die Norm sei. Das schließt migrantische Eltern systematisch aus.
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