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Kapitel 3c · Vertiefung

Essstörungen — Grundlagen und Handlungsrahmen

Zugehörige KLARTEXT-Karte: ↗ M2-34

Essstörungen sind keine Phase und kein Trotz. Schulbegleitung ist oft die erste Person, die Veränderungen wahrnimmt — und hat einen klar definierten Handlungsrahmen.

3c.1 Essstörungen als Regulationsstörung

Fairburn & Brownell unterscheiden Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating und weitere Formen. Aus neurobiologischer Perspektive sind Essstörungen Regulationsstörungen — Versuche des Nervensystems, mit Überforderung oder Trauma umzugehen.

3c.2 Frühwarnsignale und Handlungsrahmen

✓ Schulbegleitung darf
  • beobachten
  • dokumentieren
  • entlasten
  • an Lehrkraft/TK weitergeben
✗ Schulbegleitung darf nicht
  • Essen kommentieren
  • Gewicht ansprechen
  • Diagnosen äußern
  • Eltern direkt beraten
Bei körperlicher Instabilität: Hinsetzen, Wasser anbieten, Lehrkraft und TK sofort informieren.
Quellen Fairburn, C.G., & Brownell, K.D. (Eds.). (2002). Eating Disorders and Obesity. (2nd ed.) Guilford Press.
Brainy
Brainy erinnert: Beobachten und weitergeben ist genug — du musst die Lösung nicht selbst finden.