Essstörungen sind keine Phase und kein Trotz. Schulbegleitung ist oft die erste Person, die Veränderungen wahrnimmt — und hat einen klar definierten Handlungsrahmen.
3c.1 Essstörungen als Regulationsstörung
Fairburn & Brownell unterscheiden Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating und weitere Formen. Aus neurobiologischer Perspektive sind Essstörungen Regulationsstörungen — Versuche des Nervensystems, mit Überforderung oder Trauma umzugehen.
3c.2 Frühwarnsignale und Handlungsrahmen
✓ Schulbegleitung darf
- beobachten
- dokumentieren
- entlasten
- an Lehrkraft/TK weitergeben
✗ Schulbegleitung darf nicht
- Essen kommentieren
- Gewicht ansprechen
- Diagnosen äußern
- Eltern direkt beraten
Bei körperlicher Instabilität: Hinsetzen, Wasser anbieten, Lehrkraft und TK sofort informieren.
Quellen
Fairburn, C.G., & Brownell, K.D. (Eds.). (2002). Eating Disorders and Obesity. (2nd ed.) Guilford Press.
Brainy erinnert: Beobachten und weitergeben ist genug — du musst die Lösung nicht selbst finden.